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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 1. Juni 2026 · Version: 2026-06-01

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB") regeln die Nutzung der Gast-Plattform durch Unternehmer im Sinne des § 1 Konsumentenschutzgesetzes (KSchG), insbesondere Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe. Verbraucher im Sinne des KSchG sind von diesen AGB ausgeschlossen.

1. Vertragspartner und Geltungsbereich

Anbieter: BetterVue, Oliver Birringer, Sobieskigasse 25/24, 1090 Wien, Österreich (UID: ATU79027438) — nachfolgend „Gast" oder „wir". Unternehmensangaben: Impressum.

Kunde: Der registrierte Betrieb (juristische Person, Personenunternehmen oder freiberuflich Tätiger), der die Plattform für sein Treueprogramm nutzt — nachfolgend „Kunde" oder „Sie".

Diese AGB gelten für alle Leistungen von Gast unter der Domain app.mygast.com und zugehörigen Subdomains, einschließlich Wallet-Treuekarten, Scanner, Push-Benachrichtigungen und Verwaltungsoberfläche. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn Gast diesen ausdrücklich schriftlich zustimmt.

2. Vertragsgegenstand

Gast stellt eine Software-as-a-Service-Plattform (SaaS) zur Verfügung, mit der Betriebe digitale Treueprogramme (Stempel- oder Punktekarten) betreiben können. Endkunden (Gäste) nutzen Apple Wallet oder Google Wallet; sie benötigen kein eigenes Gast-Konto. Gast erbringt insbesondere:

  • Konfiguration und Design von Wallet-Karten
  • Enrolment-Seiten und QR-Codes für Gäste
  • Scanner-Funktion für Mitarbeiter (Stempel/Punkte vergeben, Einlösungen)
  • Push-Benachrichtigungen zur Pass-Aktualisierung
  • Statistiken und Verwaltung von Standorten, Programmen und Teammitgliedern

Der genaue Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Produktbeschreibung auf mygast.com und dem zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses verfügbaren System. Gast ist berechtigt, den Funktionsumfang weiterzuentwickeln, sofern wesentliche Vertragspflichten nicht beeinträchtigt werden.

3. Vertragsschluss und Registrierung

Der Vertrag kommt zustande, wenn Sie sich registrieren, die AGB und Datenschutzerklärung akzeptieren und Gast Ihren Zugang freischaltet. Die Registrierung erfolgt über E-Mail (Magic Link) oder Google OAuth. Sie sind verpflichtet, wahrheitsgemäße Angaben zu machen und Zugangsdaten geheim zu halten. Sie haften für Handlungen, die über Ihr Konto erfolgen, sofern Sie diese zu vertreten haben.

4. Test- und Pilotphase

Gast kann Test- oder Pilotzugänge ohne Entgelt und ohne Kreditkartenpflicht anbieten. In der Pilotphase können Funktionen, Verfügbarkeit und Support eingeschränkt sein. Gast kann Pilotzugänge jederzeit mit angemessener Frist beenden oder in kostenpflichtige Verträge überführen. Bis zur Einführung eines Zahlungssystems erfolgt die Freischaltung manuell durch Gast.

5. Entgelt und Zahlung

Sofern nicht individuell anders vereinbart, ist die Nutzung während der angebotenen Testphase unentgeltlich. Für künftige kostenpflichtige Tarife werden Preise, Abrechnungszeitraum und Zahlungsbedingungen vor Vertragsschluss gesondert mitgeteilt. Alle Preise verstehen sich, sofern nicht anders angegeben, zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

6. Pflichten des Kunden

Der Kunde verpflichtet sich insbesondere:

  • Datenschutz: Als Verantwortlicher für Gästedaten die DSGVO, das DSG und das TKG 2021 einzuhalten. Erforderliche Einwilligungen von Gästen (insbesondere für Marketing-Push) einzuholen. Gäste angemessen über die Datenverarbeitung zu informieren (eigene Datenschutzhinweise oder Verweis auf Gast).
  • Rechtmäßiger Nachrichtenversand: Push-Nachrichten nur an Gäste mit wirksamer, aktueller Marketing-Einwilligung zu senden; Einhaltung von § 174 TKG 2021 und § 7 UWG. Gast wendet eine empfängerbezogene Frequenzbegrenzung als technische Schutzmaßnahme an, der Kunde bleibt jedoch für Rechtmäßigkeit, Häufigkeit und Relevanz seiner Nachrichten verantwortlich.
  • Push-Inhalte (zulässige Nutzung): Push- und Karteninhalte müssen rechtmäßig, wahrheitsgemäß und nicht irreführend sein (§ 2 UWG). Sie dürfen nicht verleumderisch, belästigend, diskriminierend oder darauf gerichtet sein, eine einzelne Person herauszustellen oder unter Druck zu setzen. Altersbeschränkte Aktionen (z. B. Alkohol) müssen dem Jugendschutzrecht entsprechen; der Kunde ist für altersgerechtes Targeting verantwortlich. Über die für das eigene Treueprogramm eingeholte Marketing-Einwilligung darf keine politische, Dritt- oder programmfremde Werbung versendet werden.
  • Kein Datenverkauf oder Zweckentfremdung: Gästedaten dürfen ausschließlich zum Betrieb des eigenen Treueprogramms des Kunden verwendet werden. Sie dürfen nicht verkauft, an Dritte weitergegeben oder für andere Zwecke genutzt werden.
  • Korrekte Angaben: Betriebsname, Standorte und Programminhalte wahrheitsgemäß zu pflegen.
  • Mitarbeiter & Mitarbeiterkontrolle: Teamzugänge nur an berechtigte Personen zu vergeben und bei Ausscheiden unverzüglich zu entziehen. Der Scanner erfasst, welcher Mitarbeiter jeden Scan durchgeführt hat, und zeigt Anomalie-Indikatoren zur Betrugsprävention; dies stellt eine Verarbeitung von Mitarbeiterdaten dar, für die der Kunde Verantwortlicher ist. Der Kunde ist verpflichtet, seine Mitarbeiter zu informieren und eine etwaige nach § 96/96a ArbVG erforderliche Betriebsvereinbarung einzuholen.
  • Minderjährige: Keine Ausgabe von Treuekarten an Personen unter 16 Jahren ohne nachweisbare Einwilligung der Erziehungsberechtigten (Art. 8 DSGVO).
  • Kein Missbrauch: Keine Manipulation von Scans, keine Umgehung technischer Limits (Cooldowns, Tageslimits, Frequenzbegrenzungen), keine rechtswidrigen Inhalte auf Karten oder in Push-Nachrichten.

Gast kann das Konto eines Kunden oder einzelne Kampagnen sperren oder deaktivieren, wenn begründeter Anlass zur Annahme besteht, dass der Kunde gegen diesen Abschnitt verstößt — insbesondere wenn Gäste-Nachrichten rechtswidrig oder missbräuchlich sind oder unverhältnismäßig viele Beschwerden auslösen. Gast handelt als Auftragsverarbeiter und ist gemäß Art. 28 Abs. 3 DSGVO verpflichtet, Weisungen abzulehnen, die gegen das Datenschutzrecht verstoßen würden.

7. Auftragsverarbeitung (AVV)

Soweit Gast im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten von Gästen verarbeitet, gilt Gast als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO. Mit Annahme dieser Nutzungsbedingungen akzeptiert der Kunde auch den Gast-Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), der Umfang, Zwecke, Unterauftragsverarbeiter, technische Maßnahmen, Meldepflichten und Kontrollrechte regelt. Eine gegengezeichnete Fassung ist auf Anfrage unter privacy@mygast.com erhältlich.

Der Kunde bleibt nach DSGVO Verantwortlicher für die Gästedaten; der Kunde holt Gäste-Einwilligungen ein (insbesondere für werbliche Push-Nachrichten und allfällige zukünftige Geofencing-Funktionen), informiert die Gäste angemessen und beantwortet Betroffenenanfragen, die direkt an ihn gerichtet sind. Gast unterstützt den Kunden bei der Erfüllung dieser Pflichten wie im AVV geregelt.

7a. Altersanforderungen

Der Kunde stellt sicher, dass Treuekarten Personen unter 16 Jahren nur mit nachweisbarer Einwilligung der Erziehungsberechtigten ausgegeben werden (Art. 8 DSGVO). Die Gast-Plattform richtet sich nicht an Kinder.

8. Verfügbarkeit und Support

Gast bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform, garantiert jedoch — vorbehaltlich individueller SLA-Vereinbarungen — keine bestimmte Betriebszeit. Geplante Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, vorab angekündigt. Support erfolgt während der Pilotphase best-effort per E-Mail an hello@mygast.com.

9. Geistiges Eigentum

Gast behält sämtliche Rechte an der Plattform, Software, Marken und Dokumentation. Der Kunde erhält ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares, zeitlich auf die Vertragslaufzeit beschränktes Recht zur Nutzung im vertraglich vorgesehenen Umfang. Inhalte, Logos und Daten des Kunden verbleiben im Eigentum des Kunden. Der Kunde räumt Gast das Recht ein, diese Inhalte zur Vertragserfüllung zu verarbeiten, zu speichern und an Wallet-Anbieter (Apple, Google) zu übermitteln.

10. Gewährleistung

Gast stellt die Plattform in der jeweils aktuellen Version bereit („as is"). Während der Pilotphase sind Mängelansprüche ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Nach Einführung kostenpflichtiger Tarife gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte des Unternehmensrechts (§§ 1170 ff. ABGB), soweit nicht ausdrücklich abweichend vereinbart.

11. Haftung

Gast haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet Gast nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), beschränkt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Die Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Datenverluste — soweit nicht zwingend gesetzlich vorgesehen — ist ausgeschlossen.

Die gesamthafte Haftung von Gast pro Schadensfall ist auf den Betrag begrenzt, den der Kunde in den letzten 12 Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis an Gast gezahlt hat, mindestens jedoch EUR 0 während unentgeltlicher Testphasen. Diese Beschränkung gilt nicht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit oder Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

Der Kunde stellt Gast von Ansprüchen Dritter frei, die aus rechtswidriger Nutzung der Plattform durch den Kunden oder seine Mitarbeiter entstehen, einschließlich datenschutzrechtlicher Verstöße gegenüber Gästen.

12. Laufzeit und Kündigung

Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit, sofern nicht anders vereinbart. Beide Parteien können mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende kündigen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Wichtige Gründe seitens Gast sind insbesondere: Zahlungsverzug (bei kostenpflichtigen Tarifen), schwerwiegende Vertragsverletzung, Missbrauch oder datenschutzrechtliche Pflichtverletzungen.

Nach Vertragsende werden Kundenzugänge deaktiviert. Gast löscht oder anonymisiert Kundendaten innerhalb von 90 Tagen, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Gäste-Pässe werden deaktiviert; der Kunde ist für die Information seiner Gäste verantwortlich.

13. Vertraulichkeit

Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich und verwenden diese nur zur Vertragserfüllung. Dies gilt nicht für Informationen, die öffentlich bekannt, rechtmäßig von Dritten erhalten oder ohne Verletzung dieser Pflicht entwickelt wurden.

14. Änderungen der AGB

Gast kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern. Änderungen werden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Widersprechen Sie nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Gast weist in der Mitteilung auf diese Widerspruchsfrist und die Folgen des Schweigens hin. Bei Widerspruch kann Gast den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung kündigen.

15. Schlussbestimmungen

Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist — soweit gesetzlich zulässig — das sachlich zuständige Gericht in Wien, Österreich. Für Unternehmer mit Sitz in Österreich ist das Handelsgericht Wien zuständig.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.

Datenschutz: Es gilt unsere Datenschutzerklärung. Streitbeilegung: Wir nehmen nicht an Verbraucher-Schlichtungsverfahren teil (siehe Impressum).

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Wallet-Loyalität für Gastronomie und Einzelhandel in AT & EU.

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